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Handschuhe
Es ist klar, dass ein Rennfahrer
knallharte Schutzansprüche an einen Handschuh stellt, viel
mehr sicherlich als ein Sonntagsfahrer, jedoch notfalls brauchen
alle bei einem evtl. Sturz den gleichen Schutz. Bei über 86%
aller Unfälle sind die Hände in Mitleidenschaft gezogen
worden.
Welcher Machart bzw. welchen
Materialien hier der Vorzug gegeben wird, hängt stark vom Einsatzzweck
ab. Vom kurzen, ungefütterten Hochsommerhandschuh bis hin zur
Wintervariante aus wasserdichtem Leder mit Klimamembran, Thermofutter,
Protektoren, Visierwischer und Reflexstreifen reicht das Angebot.
Im Falle eines Sturzes
sind die Handinnenflächen am meisten gefährdet. An dieser
Stelle sollte sich möglichst eine doppelte Lederschicht befinden.
Protektorenschaum oder mit Hitzeschutzmaterial unterlegte Nieten
auf dem Handballen sorgen für zusätzliche Sicherheit.
Da die Handschuhe reiß- und abriebfest sein sollten, kommt
als Material nur Leder in Frage. Verstärkungen an Handballen
und Handrücken bieten zusätzlichen Schutz. Zwischen Daumen
und Zeigefinger ist aus Gründen der Reibung am Lenker eine
doppelte Lage Leder ratsam. Die Stulpen sollten so lang sein, dass
auch bei ausgestrecktem Arm der Bund des Jackenärmels gut überdeckt
ist.
Hat der Hersteller der
Handschuhe klar versprochen, dass die Handschuhe wasserdicht seien
sollen, so empfiehlt sich folgender Test: Beide Handschuhe anziehen
und 5 min. mit den Handflächen in einen vollen Eimer Wasser
tauchen. Dringt dann Wasser ein, können die Handschuhe am gleichen
Tag umgetauscht werden.
Achtet beim Kauf von Sommerhandschuhe
auf einen knappen Sitz. Weiches Leder bei Sommerhandschuhen dehnt
sich nämlich immer etwas in der Breite aus. Zu groß gekaufte
Handschuhe bilden sehr unangenehme und störende Falten im Finger-
und Handflächenbereich und die führen meist zu Blasen.
Im Gegensatz zum Sommerhandschuh sollte die Größe des
Winterhandschuh auf keinen Fall zu eng gewählt werden. Das
isolierende Luftpolster, eine physikalische Eigenschaft, ist sonst
futsch.
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