Motorradschutzhelme

Helm ist nicht gleich Helm. Bei der Wahl eines neuen Schutzhelms sollte weniger das elegante Aussehen entscheiden. Viel wichtiger: Ist der Helm einfach zu bedienen und angenehm zu tragen ist.

Wichtig: Auch der beste Helm kann den Kopf nur bis max. 35 km/h Aufprallgeschwindigkeit schützen.

Umgang: Aus welchem Material auch immer - achtet darauf, dass der Helm nicht zu häufig und zu lange starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Z.B. in der Bikepause sollte der Helm abgedeckt werden. Die beliebten "Ministürze", z.B. durch unachtsames Ablegen des Helmes auf der Sitzbank o.ä., sollten unbedingt verhindert werden. Sie führen nicht nur zu hässlichen Kratzern, im Extremfall entstehen von außen nicht sichtbare Haarrisse in der Schale oder Deformierungen des Styroporkerns - so ein Helm gehört auf den Müll. Im Zweifelsfalle den Helm zur Überprüfung an den Hersteller schicken, auch wenn's unbequem ist.

Helmschale
Sie verteilt die Kräfte beim Aufprall und schützt gegen das Eindringen von Gegenständen. Helmschalen werden entweder aus duroplastischen oder thermoplastischen Kunststoffen hergestellt.
Bei Duroplast-Helmen bildet Kunststoff, in den Fasermatten eingebettet sind, diese äußere Schale. Die Matten bestehen meist aus Glasfasern, dann spricht man von glasfaserverstärktem Kunststoff.
Thermoplast-Helmschalen werden aus erhitztem Kunststoff gespritzt. Meistverwendetes Material: Polycarbonat.

Duroplastische Kunststoffe sind verhältnismäßig unanfällig gegen Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Lösungsmittel etc. und altern bzw. ermüden daher nicht so schnell. Nach ca. 5 - 8 Jahren sollte man einen solchen Helm austauschen.
Thermoplastische Kunststoffe sind meist kostengünstiger, dafür "ermüdet" das Material aber auch schneller und man sollte den Helm bereits nach 3 - 4 Jahren austauschen.

Schutzpolsterung
Sie fängt im Innern des Helms die Energie des Aufpralls ab und wirkt wie die Knautschzone beim Auto. Die Schutzpolsterung besteht meist aus Polystyrol (Styropor).

Komfortpolsterung
Durch sie sitzt der Helm fest und dennoch bequem auf dem Kopf. Material: Schaumstoff mit Kunstlederverkleidung.

Tragesysteme
Mittlerweile sind Kinnriemen mit den verschiedensten Schließsystemen auf dem Markt, die - soweit es sich um einen geprüften Helm handelt - sicher und empfehlenswert sind. Am häufigsten findet man den Kinnriemen mit Drucktastenverschluß. Der Kinnriemen und das Schließsystem dürfen bei Belastung nur wenig nachgeben und nicht abreißen, weil sonst der Helm beim Unfall vom Kopf gerissen werden kann.

Visier
Es schützt das Gesicht, besonders aber die Augen, vor Wind und Wetter. Am besten sind kratzfeste und beschlagfreie Visiere.